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St. Galler Bürli

Rezept mit Video

Zu einer frischen Grillbratwurst gibt es nichts besseres als ein selbstgemachtes knuspriges und aromatisches St. Galler Bürli!

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Rezeptmenge:

Für 4 Doppel-Bürli

Vorteig

Zutaten:

150 g Wasser, Raumtemperatur

5 g Weizen Grundsauer (alternativ 0.5 g Frischhefe)

150 g Halbweissmehl (Weizenmehl Type 812)

St. Galler Bürli

Zubereitung: 

Den Grundsauer zum Wasser in ein hohes Gefäss geben und aufschlämmen. D.h. zusammen gut vermischen. Danach das Mehl dazugeben und nochmals alles gut vermischen. Anschliessend den Vorteig zugedeckt bei Raumtemperatur für 1-3 Std. gären lassen. Danach den Vorteig  mind. 12 bis max. 24 Std. in den Kühlschrank geben.

Gut zu wissen:

Durch den Einsatz eines Vorteiges bekommen der Hauptteig und damit das Brot ein viel intensiveres, besseres Aroma und vor allem eine bessere Frischhaltung. 

Hauptteig

Zutaten:

Vorteig

250 g Ruchmehl (Weizenmehl Type 1050)

220 g Halbweissmehl (Weizenmehl Type 812)

335 g Wasser, kalt

6 g Frischhefe

15 g Meersalz

Zubereitung: 

Hinweis: Nicht jedes Mehl der unterschiedlichen Mühlen verhält sich gleich – deshalb empfehle ich zirka 10-15% des Wassers zurück zu behalten und nach und nach bei Bedarf dazuzugeben.

Alle Zutaten – mit dem Wasser beginnend - in die Küchenmaschine geben und auf kleiner Stufe kneten. Nach 10 Min. Ankneten, die Geschwindigkeit erhöhen und den Teig auf mittlerer Stufe 4-5 Min. weiter kneten bis er die “Fensterprobe“ besteht. Wenn der Teig noch klebrig ist und reisst, weiter kneten, bis er die Fensterprobe besteht.

Anschliessend ein grosses - am besten rechteckiges und flaches – Kunststoffbecken gut ausfetten und den Teig hinein legen. Den Teig mit einem Teigtuch oder Frischhaltefolie zudecken und für 5 Std. bei Raumtemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Teig 2-3x von allen Seiten stretchen und falten: Hierzu ziehst Du an einer Seite des Teiges diesen in der Schüssel leicht hoch und legst den Teig an den gegenüberliegenden Schüsselrand. Dies geht am besten, wenn Du Deine Hände vorgängig in etwas Wasser tunkst. Diesen Vorgang von allen vier Seiten wiederholen. 

Formen

Nach der Gärzeit den Teig locker auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und zu Stücken von je 140 g portionieren.

Ein Backblech mit einem Teigtuch belegen und grosszügig bemehlen. Danach die Teiglinge vorsichtig und schonend zu je einer Kugel formen – nicht zu straff, damit die Luft nicht entweicht. Die Teiglinge auf das bemehlte Teigtuch - immer zwei aneinander - mit dem Verschluss nach oben und genügend Abstand absetzen.

Dann mit dem Tuch zwischen den Teiglingen einen Falz bzw. eine Falte bilden und an die zweiten Teigling satt legen. An beiden Seiten des Tuches ebenfalls eine Falte ziehen und die Teiglinge bei Raumtemperatur 30-40 Min. gären lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen, falls vorhanden mit einem Brotbackstein\Pizzablech und einem leeren Kochtopf, andernfalls mit einem leeren Blech und einem leeren Kochtopf, in der unteren Hälfte des Ofens, auf 230°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Backen

Eine Tortenplatte oder einen Brotschieber (Holzschaufel) grosszügig bemehlen und die Teiglinge mit dem Verschluss nach unten absetzen. Danach die Teiglinge direkt auf den Brotbackstein oder auf das heisse Blech im Ofen schieben.

Anschliessend zirka 5 dl Wasser auf den heissen Kochtopf im Ofen giessen und die Ofentüre sofort schliessen.

Nach 20 Minuten den Topf mit dem Wasser aus dem Ofen nehmen (ACHTUNG: sehr heisser Dampf) und die Bürli für weitere 20-25 Minuten knusprig ausbacken.

Direkt nach dem Backen die Bürli auf einem Gitter auskühlen lassen.

Haltbarkeit

In einem Stoffbeutel (oder einem Brotkasten) ca. 3-4 Tage. In Folie eingepackt und tiefgekühlt ca. 2 Monate.

Gut zu wissen

Frischhefe 

Als Alternative kann auch Trockenhefe (Pulver) oder Flüssighefe verwendet werden. Dosierung gemäss Packungsanleitung.

Fensterprobe 

Wenn du ein kleines Stück des Teiges dünn auseinander ziehst und durch das „Teigfenster" eine Zeitung lesen kannst, ist der Teig genügend geknetet und bereit für die Gare.

Du möchtest das im Rezept verwendete Mehl durch ein anderes ersetzen? Beachte hierzu bitte meinen Beitrag zu den Mehltypen.

Bezugsquellen

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