09/09/26

Brot richtig aufbewahren

Anzeige I Brot richtig lagern: Brottopf, Brotkasten, Leinenbeutel oder Kühlschrank? Erfahre, wie Brot länger frisch und knusprig bleibt und nicht austrocknet.
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Anleitungen
 

Warum wird Brot überhaupt trocken?

  • Sobald das Brot aus dem Ofen kommt, beginnt bereits sein Alterungsprozess. Verantwortlich dafür ist unter anderem die sogenannte Retrogradation der Stärke.
  • Beim Backen nehmen die Stärkekörner Wasser auf. Nach dem Backen gibt die Stärke mit der Zeit einen Teil dieses Wassers wieder ab – das Brot wird zunehmend trocken und altbacken.
  • Mit einer langen Gare, einer hohen Hydration sowie Quell-, Brüh- oder Kochstücken lässt sich dieser Prozess hinauszögern.

Brot im Kühlschrank lagern?

  • Für normales Brot ist der Kühlschrank keine gute Lösung. Gerade die niedrigen Temperaturen begünstigen die Retrogradation der Stärke und das Brot wird schneller trocken und altbacken.
  • Eine Ausnahme sind beispielsweise belegte Sandwiches, die aufgrund ihrer Füllung gekühlt werden müssen.

Welche Brotaufbewahrung ist die beste?

    Brottopf aus Keramik oder Ton

    • Für eine lange Frischhaltung ist der Brottopf eine sehr gute Möglichkeit.
    • schützt das Brot vor dem Austrocknen
    • Feuchtigkeit kann teilweise entweichen
    • Brot bleibt länger frisch
    • regelmässig reinigen, um Schimmel vorzubeugen

    Brotkasten aus Holz oder Metall

    • Auch der klassische Brotkasten funktioniert sehr gut. Entscheidend ist weniger das Material, sondern dass das Brot geschützt, aber nicht komplett luftdicht gelagert wird.
    • Den Brotkasten regelmässig reinigen, da sich mit der Zeit Schimmelsporen ansammeln können.

    Plastikbeutel

    • Im Plastikbeutel bleibt viel Feuchtigkeit eingeschlossen und es findet kaum Luftzirkulation statt. Dadurch wird die Kruste schnell weich und bei zu viel Feuchtigkeit kann Schimmel begünstigt werden.
    • Für Burger Buns, Zopf oder andere weiche Gebäcke kann der Plastikbeutel dagegen durchaus sinnvoll sein.
    • Wichtig: Brot niemals heiss in einen Plastikbeutel geben.

    Leinenbeutel

    • Der Leinenbeutel ist atmungsaktiv und eignet sich besonders gut, wenn eine knusprige Kruste wichtig ist.
    • Brot bleibt schön knusprig
    • mehr Feuchtigkeit kann entweichen
    • dadurch etwas kürzere Frischhaltung als im Brottopf oder Brotkasten
    • unkompliziert in der Waschmaschine zu reinigen
    • Mein Tipp für angeschnittenes Brot
    • Ich stelle angeschnittenes Brot mit der Schnittfläche nach unten auf ein Holzbrett und decke es beispielsweise mit einem Leinenbeutel ab.
    • Dadurch bleibt die Kruste knusprig und gleichzeitig wird verhindert, dass die Schnittfläche zu schnell austrocknet.

    Brot einfrieren

    • Wer Brot besonders lange frisch halten möchte, kann es einfrieren. Eine praktische Möglichkeit ist auch, statt eines grossen Brotes mehrere kleinere Brote zu backen und einen Teil davon einzufrieren.
    • Ich empfehle, die Brote bereits nach etwa 2/3 der Backzeit einzufrieren. Anschliessend können sie fertig aufgebacken werden.
    • Das Brot am besten gut verschlossen im Beutel auftauen lassen. Dadurch bleibt genügend Feuchtigkeit erhalten.
    • Alternativ kann das Brot vor dem Aufbacken leicht angefeuchtet oder mit etwas Dampf aufgebacken werden.

    Trockenes Brot wieder frisch machen

    • Auch ein bereits etwas trocken gewordenes Brot lässt sich nochmals auffrischen. Dazu das Brot mit einem Wassersprüher leicht anfeuchten und anschliessend im Backofen aufbacken.
    • Das Brot komplett unter den Wasserhahn zu halten, wie man es teilweise auf Social Media sieht, ist meiner Meinung nach nicht notwendig. Leichtes Anfeuchten reicht völlig aus.

    Welche Methode ist die beste?

    • Für eine möglichst lange Frischhaltung sind vor allem Brottopf, Brotkasten oder Einfrieren empfehlenswert.
    • Wer dagegen besonders viel Wert auf eine knusprige Kruste legt, kann einen Leinenbeutel verwenden oder das angeschnittene Brot mit der Schnittfläche nach unten auf ein Holzbrett stellen.
    • Und sollte doch einmal Brot übrig bleiben: nicht wegwerfen! Trockenes Brot eignet sich hervorragend für Paniermehl, Croutons und viele weitere Rezepte.

    Video

    Wie bewahrt man Brot am besten auf?

    Für eine lange Frischhaltung eignen sich ein Brottopf aus Keramik oder Ton sowie ein Brotkasten besonders gut. Das Brot ist darin geschützt, ohne komplett luftdicht verpackt zu sein..

    Sollte man Brot im Kühlschrank lagern?

    Normales Brot sollte nicht im Kühlschrank gelagert werden, da es dort schneller trocken und altbacken wird. Eine Kühlung ist vor allem dann sinnvoll, wenn beispielsweise ein belegtes Sandwich aufgrund seiner Füllung gekühlt werden muss.

    Wie bleibt angeschnittenes Brot länger frisch?

    Das Brot mit der Schnittfläche nach unten auf ein Holzbrett stellen. Zusätzlich kann es mit einem Leinenbeutel abgedeckt werden, damit die Kruste knusprig bleibt und die Schnittfläche nicht so schnell austrocknet.

    Kann man trockenes Brot wieder frisch machen?

    Ja. Das Brot leicht mit Wasser besprühen und anschliessend im Backofen aufbacken. Dadurch kann es vorübergehend wieder saftiger und knuspriger werden.

    Häufig gestellte Fragen

    Auf der Seite „FAQ – Häufig gestellte Fragen„ findest Du eine Sammlung der am häufigsten gestellten Fragen der Community von „einfach backen“ – Fragen aus allen verwendeten sozialen Medien und Mails.

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    10 Antworten

    1. 5 Sterne
      In der Regel schneide ich das abgekühlt Vrot in Scheiben und friere diese ein. Mein Mann nimmt sich davon 2 Scheiben mit an die Arbeit – bis zum Verzehr sind die aufgetaut und so hat er jeden Tag frisches Brot.
      Für mich nehme ich vormittags dann eine Scheibe raus und esse die dann Mittags.
      Ich habe mir auch einen Leinenbeutel zugelegt, der innen mit Bienenwachs beschichtet ist. Das Brot haben wir nach einer Woche immer noch gegessen. Super Alternative -Bienenwachs scheint tatsächlich die Schimmelbildung zu hemmen.

    2. Danke für deinen intressanten Beitrag. Ich halte seit Jahren mein Brot im Baumwolltuch/Küchentüechli frisch.Ich lege es locker im Tuch eingewickelt und dort bleibt es in einem separaten Fach im Küchenkästchen , welches auch mit einem Tüechli ausgelegt wurde. Das funktioniert bestens😊, und man kann die Küchentüechli regelmässig wechseln und in der Waschmaschiene kochen. Grüessli

    3. ich friere das Brot ein das ich nicht sofort verwende in kleinen Portionen , geht sehr gut backe nur 1x weniger Arbeit
      verwende auch Stoffbeutel so bleibt das angeschnittene Brot länger frisch wasche sie auch.
      Freundliche Grüsse Marianne

    4. Hi,
      Du bestätigst meine Variante 😉
      Tatsächlich lager ich mein angeschnittenes Brot auf der Schnittfläche, auf dem Brett und mit dem Leinensäckchen darüber. Die Brote halten sich bis zu 5 Tagen, ohne dass sie Schaden nehmen. Im Sommer werden sie natürlich etwas weich in der Kruste, bedingt durch die Luftfeuchtigkeit, aber schmecken tun sie dennoch.
      Sollte es trotzdem zu trocken werden, kommt es in einen Brottopf aus Keramik.
      Ich mag lieber knusprige Kruste und weiche Krume, mein Mann gerne auch die „aus-bzw. angetrockneten“ Brote. Wenn nix mehr geht, toasten der Scheiben hilft zum Schluss, so wird nix weggeschmissen. Aber grundsätzlich sind alle selbst gebackenen Brote deutlich lagerfähiger, als die gekauften, auch die aus der Bäckerei!
      Danke Dir für auch solche Info-Videos. Gibt mir etwas Pause, um die letzten Rezepte zu backen und „beizukommen“ – hab‘ noch etliche da liegen von Dir, die gebacken werden wollen 🙂

    5. lieber Marcel
      der stoffsack mit bienenhonig fehlte glaub?

      aber ich mache die grösse brot die am schnellsten gegessen wird. und ist im brottopf, holzdeckel….
      lg

    6. 5 Sterne
      Danke für Deinen interessanten Beitrag Marcel. Ich verwende einen Brottopf aus Keramik mit Holzdeckel, jedoch hatte ich das auch schon probiert, Brot mit der Schnittkante auf ein Holzbrett und Geschirrtuch darüber. Fakt ist, Brot altert nun mal, ein ganz normaler Prozess, ähnlich meintest Du es ja auch. 🙏🙏

    7. Ich lagere Brot oder Brötchen im Bienenwachsbeutel.
      Der ist zwar in der Anschaffung teuer, aber rechnet sich, da die Backwaren nicht austrocknen.

    5 from 2 votes

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